Wenige Menschen können auf eine so reiche Erfahrung im Umgang mit Sterbenden zurückblicken wie Mutter Teresa. Bei vielen Gelegenheiten erzählte sie, was sie bewegt hat, sich um Menschen in der letzten Lebensphase zu kümmern - zunächst in Kalkutta, dann in anderen Ländern der Welt. Nicht ein ausgeklügeltes Konzept stand dahinter, sondern die Liebe zu einer Person. "Wenn ich in Kalkutta nicht den Ersten von der Straße aufgelesen hätte, hätten wir auch nicht die anderen 45.000 aufgelesen. Einen nach dem anderen."
Wolfgang Bader hat zum ersten Mal den Versuch unternommen, diesen zentralen Aspekt in der Arbeit von Mutter Teresa in den Blick zu nehmen und die Erkenntnisse für die spirituelle Dimension der Sterbebegleitung und Hospizarbeit fruchtbar werden zu lassen.
AUTOREN-/HERAUSGEBER-INFO
Bader, Wolfgang
Wolfgang Bader, Jahrgang 1949, war langjähriger Leiter des Verlages Neue Stadt. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Schriften.
Mutter Teresa (Anjezë (Agnes) Gonxhe Bojaxhiu) geboren 1910 in Skopje, Mazedonien und gestorben 1997 in Kalkutta, Westbengalen. Mutter Teresa hat sich gemeinsam mit den 1950 von ihr gegründeten Missionarinnen der Nächstenliebe den Ärmsten der Armen in Kalkutta gewidmet. Die Ärmsten der Armen waren in ihrer Sicht die in menschenunwürdigen Umständen dahinsiechenden Sterbenden auf den Straßen Kalkuttas. Mutter Teresa wurde ein Star in den Massenmedien in der ganzen westlichen Welt, auch weil sie im Unterschied zu dieser mit schlechtem Gewissen im Überfluss lebenden Zivilisation etwas für die Ärmsten tat.